Wenn aus einer Intuition Gewissheit wird

Mit ihren beiden Bernhardinern Lynn und Apollo bleibt sie nie unbemerkt! Seit 2020 zählt Marianne Borling zu den engagierten Menschen der hundegestützten Sozialeinsätze der Fondation Barry. Gemeinsam sind sie wöchentlich in der Erwachsenen- und Alterspsychiatrie der PUK Zürich sowie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Brüschhalde in Männedorf tätig. Zusätzlich besucht sie einmal im Monat ein Altersheim in Uster und alle zwei Monate ein Seniorenzetrum in Dübendorf. Dort wird der Hund oft zum unerwarteten Türöffner für einen Dialog, der ohne ihn vielleicht nie entstanden wäre.

Alles beginnt zunächst ganz unspektakulär. Als ihre Mutter an Demenz erkrankt und in ein Pflegeheim kommt, nimmt Marianne bei ihren Besuchen den von ihrer Mutter übernommenen Labrador mit. Sie beobachtet die unmittelbare Wirkung des Hundes auf die Bewohnerinnen und Bewohner: Blicke hellen sich auf, Gesten wirken entspannter, Worte kommen zurück. Mit Felina, einer Bernhardinerhündin mit von Natur aus offenem Wesen, bestätigt sich ihre Intuition dann später endgültig. „Manche Hunde haben diese besondere Gabe, eine Verbindung zu schaffen“, sagt Marianne – noch heute sichtlich bewegt.

Sie nimmt Kontakt mit der Fondation Barry auf, absolviert mit Felina die Ausbildung zum Sozialhundeteam und findet darin ihre Berufung. Nach Felinas frühen Tod hilft die 2-jährige Lynn über den Verlust. Zwei Monate später kommt noch Apollo in die Familie. 2024 absolvieren beide gemeinsam die Ausbildung der Stiftung. „Es war eine wunderbare Erfahrung. Und beide haben sich als hervorragend geeignet erwiesen“, fasst Marianne zusammen.

Lynn und Apollo ergänzen sich perfekt. Apollo, gross und ruhig, fühlt sich besonders in Pflegeheimen wohl. Er lässt sich geduldig umarmen und streicheln und schenkt allein durch seine Präsenz schon Sicherheit. Lynn ihrerseits ist feiner im Gespür und arbeitet besonders einfühlsam mit Menschen mit psychischen Erkrankungen. Beide sind auch im Umgang mit Kindern engagiert. Ein Umfeld, in dem sich Vertrauen und Motivation oft innerhalb weniger Minuten entwickeln … oder eben gar nicht.

Ganz konkret

Im Alltag kommt es immer wieder zu bewegenden Szenen. In der PUK etwa erhöht eine zunächst sehr zurückhaltende Patientin während eines Waldspaziergangs plötzlich ihr Schritttempo, nachdem sie uns gebeten hat, sehr langsam zu gehen. Auch bat sie uns bei der Verabschiedung, unbedingt noch einmal dabei sein zu dürfen.

An einem anderen Tag erzählt eine junge Frau, dass ihr die Arbeit mit Lynn geholfen habe, ihr Gedankenkarussell zum Stillstand zu bringen. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird Apollo je nach Situation zum Lesepartner, Lernbegleiter oder mitunter Seelsorger oder sogar zum Suchhund, nachdem zwei Schüler ausgerissen waren. Den Hund bürsten, ihn führen, ihm eine Geschichte vorlesen: einfache Gesten, die Sicherheit vermitteln und Vertrauen aufbauen. „Manchmal ist es wie ein Schlüsselmoment und zutiefst berührend“, so Marianne, die sich in solchen Augenblicken selbst ganz auf den Moment einlässt.

Für sie steht fest: „Die Freude, die Hunde schenken, ist unglaublich.“ Jede Begegnung zeigt aufs Neue, dass ein Hund Türen öffnen kann, wo Worte allein nicht ausreichen. Dabei verliert sie das Wohl ihrer Bernhardiner nie aus dem Blick. „Sie sind stets voll und ganz dabei. Sobald ich die Tasche für einen Einsatz packe, springen sie freudig ins Auto“, erzählt sie lächelnd. Sollte diese Begeisterung eines Tages fehlen, würde sie sie niemals drängen. Dann würden sie ihr rotes Halstuch mit der Aufschrift „Barry on mission“ ablegen und in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. So wie viele vor ihnen.

Dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern ermöglicht die Fondation Barry mit zahlreichen Sozialhundeteams tägliche Einsätze in der ganzen Schweiz. Bis heute haben rund dreissig Hunde die Ausbildung absolviert, die sie zu sozialen Interventionen befähigt. Das international anerkannte Ausbildungsprogramm gewährleistet höchste Qualitätsstandards. Jeder Einsatz wird sorgfältig dokumentiert und begleitet, ganz im Sinne des Wohlergehens, die Begünstigten wie auch die Bernhardiner.

Spenden an die Fondation Barry

Neuigkeiten

Plume ist zum ersten Mal Mutter geworden.

Am 19. Oktober wurden Plume du Grand St. Bernard und Tipsy du Château Robert in der Fondation Barry in Martigny (VS) Eltern von elf bezaubernden Welpen. Ab dem 1. Dezember können die kleinen Bernhardiner im Barryland bestaunt werden. Für alle Neugierigen wurde in der Zuchtstätte bereits jetzt eine Webcam aufgeschaltet, über die die ersten Schritte der Welpen live auf unserer Website verfolgt werden können.

Plume ist zum ersten Mal Mutter geworden.

Die Fondation Barry feiert ihr 20-jähriges Bestehen.

Am Dienstag 28. Januar feierte die Fondation Barry du Grand-St-Bernard ihr 20-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung hat sie wesentlich zum Erhalt der legendären Bernhardinerzucht beigetragen, deren Zukunft vor zwanzig Jahren mehr als ungewiss war. Um das historische und kulturelle Erbe zu bewahren, für das diese Hunderasse steht, hat die Stiftung einen Publikumswettbewerb lanciert. Im Rahmen dieses Wettbewerbs laden wir alle Teilnehmenden, die je einem der Bernhardiner der Fondation Barry begegnet sind, dazu ein, ihre Erlebnisse mit uns zu teilen.

Die Fondation Barry feiert ihr 20-jähriges Bestehen.

Bernhardiner – die geborenen Entertainer

Wie durch Zauberhand scheinen die Hunde der Fondation Barry ganz spontan immer genau im richtigen Moment für die Fotografen zu posieren. Allerdings sind die gelungenen Aufnahmen weniger dem Zufall als methodischer Arbeit zuzuschreiben. Die Schönheit unserer Hundefotos entsteht durch eine gewisse Vorbereitung unserer Hunde auf ihre Rolle als Topmodels, das Geschick des Fotografen und die Erfahrung der Tierpflegerinnen und Tierpfleger.

Bernhardiner – die geborenen Entertainer

Wenn die goldenen Jahre kommen

Bei der Fondation Barry stehen die Hunde im Mittelpunkt – sei es bei der Zucht, im Museum oder auf dem Pass. Wir kümmern uns mit grösster Sorgfalt um sie. Die meisten Tiere kommen bei uns auf die Welt und viele verbringen ihr gesamtes Leben hier. Dabei ist das Älterwerden für Hunde ein ganz normaler Lebensabschnitt. Wir versuchen sie deshalb auch im hohen Alter bestmöglich zu betreuen und ihnen den Komfort zu bieten, den sie verdienen.

Wenn die goldenen Jahre kommen

Via Francigena: der Weg ruft

Das Mittelalter war das grosse Zeitalter der christlichen Pilgerreisen ins Heilige Land, nach Rom und nach Santiago de Compostela. Eine der bekanntesten Pilgerrouten in der Schweiz ist die Via Francigena. Sie führt über den Grossen Sankt-Bernhard-Pass und steigert somit auch die Bekanntheit des Hospizes auf der Passhöhe sowie unserer Barrys. Dieser historisch inspirierte Weg ist zeitgemässer, als man meinen könnte.

Via Francigena: der Weg ruft

Ein weltweit einzigartiger Themenpark

Am Stadtrand von Martigny wird man bald ein neues Gebäude bestaunen können, das innerhalb weniger Monate wie durch Zauberhand entstanden ist. Dieser Ort, der fest in der Realität verankert ist, wird etwas sehr Besonderes sein, da er voll und ganz den Bernhardinerhunden, ihrer Geschichte, ihren Legenden und ihrem heutigen Leben gewidmet ist. In einem futuristischen Gebäude in Form eines Hundepfotenabdrucks werden sich im Sommer 2025 die Türen zu einem wunderbaren Hundeuniversum öffnen, das den Besucherinnen und Besuchern des Themenparks Barryland ein einzigartiges Erlebnis bescheren wird.

Ein weltweit einzigartiger Themenpark

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